Aktuelles

    Herzlich Willkommen

    gedaechtnis01Die Honigbiene produziert bei weitem nicht nur Honig. Vielmehr leistet sie durch die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen einen großen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Sie sichert die Ernten der meisten Kulturpflanzen. Sie liefert Propolis und Wachs. Die Medizin nimmt Ihre Pollensammlung und benutzt das Bienengift und und und.

  • Dem Deutschen Bienenvolke Imkertag2011_Plakat001Wir erinnern uns an die Plakatidee von Peter Schömbs zum Imkertag 2011 mit dem Geburtstagsjubileum 90 Jahre Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. Heute 2016 nun hat unser Vorsitzender Dr. Benedikt Polaczek das Leben in diesen Bienenstock gebracht. Hoffen wir auf eine gute Entwicklung und hoffen wir, dass unsere Politiker den Bienen die Aufmerksamkeit schenken werden entsprechend ...
  • Bienen-Killer No 1 Am 14.06.2016 19:00 Uhr wird Herr Prof. Dr.-med. Klaus-Werner Wenzel einen Vortrag zum Thema halten. Die Kurzform wurde bereits am 01.12.2015 im Rahmen eines Symposiums zum Themenkreis „Einfluss der Neonikotinoide auf die Insekten“ gehalten. Inhalte der Gutachten und Forschungsergebnisse haben große Sorgen ausgelöst, weil viele Politiker , so scheint es, den Ernst der Lage noch ...
  • Hersteller und Bundesinstitut sollen Krebsrisiken von Glyphosat verheimlicht haben Umweltschützer haben Strafanzeige gegen den Pestizidhersteller Monsanto und das Bundesinstitut für Risikobewertung gestellt. Sie sollen Krebsrisiken von Glyphosat verschleiert haben.  VON SARAH KRAMER DER TAGESSIEGEL vom 22.04.2016 veröffentlicht den nachfolgenden Text unter dem Titel: Glyphosat: EinFall für den Staatsanwalt? Umweltschutzorganisationen aus ganz Europa, darunter das Umweltinstitut München, haben Strafanzeige wegen Betruges gegen den US-Chemiekonzern Monsanto, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die ...
  • Wir sammeln für „unseren“ Stadtbaum ! Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt will bis Ende 2017 zusätzlich 10.000 Bäume in Berlin gepflanzt haben – und das mit Hilfe der Bürger. (Anm.: es sind schon 5.000 gepflanzt) Wir sammeln für „unseren“ Stadtbaum ! Rund 1.200 Euro werden durchschnittlich benötigt, damit ein Berliner Straßenbaum gepflanzt und die ersten drei Jahre besonders gepflegt werden kann. Haben ...
  • Ein schmaler Silberstreif für die Bienen Ein leichter Hoffnungsschimmer zeigt sich beim Schutz der Bestäuber allgemein und unserer Honigbienen im Speziellen. Politiker in Europa beginnen Augen und Ohren zu öffnen. Dann soll es sich gelohnt haben, dass viele dem Naturschutz verbundene Menschen, der BUND, der NABU und viele seriöse Naturwissenschaftler nie aufgegeben haben. Seit wohl mehr als zehn Jahre hat diese ...

Bilder

Imkerpraxis

Literatur

Probeimker

  • Imkerkurse 2016 Imkerkurse an der Freien Universität Berlin Das Institut für Veterinär-Biochemie am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin bietet zusammen mit dem ...
  • Imker auf Probe HPIM2105Seit nunmehr fünf Jahren bietet der Imkerverein Zehlendorf und Umgebung e.V. das „Probeimkern“ an. Wer Interesse hat an der Bienenhaltung, ...
  • Modernes Hobby: Imkern IMG_2155 aus Imkern als Hobby? Das sagt man so. Doch wer es ernst meint mit der Pflege der ihm anvertrauten Tiere, der ...

Verein

Interessantes anderswo

  • EU-Kommission will Bienen besser schützen Dienstag, 18. August 2015 Seit den Pestizidverboten gegen das erhöhte Bienensterben in 2013 liegt die EU-Gesetzgebung auf Eis. Nun will ...
  • Sonnenstürme könnten Bienen verwirren Spiegel online 02.08.2015: „Insektensterben:Sonnenstürme könnten Bienen verwirren“ Von Hilmar Schmundt DPA Biene im Einsatz (in Brandenburg, Juli 2015): „Das klingt wie kompletter ...
  • Den Hummeln wird es zu heiß Hummel_heiss01Der Tagesspiegel, 10.07.2015 von Roland Knauer Der Klimawandel verursacht ein Hummelsterben. Denn die Insekten ziehen sich aus dem Süden zurück, weichen ...
  • Im Bundestag summt ein neues Volk Bundestag01Der Tagesspiegel 11.07.2015 Summt da was? Bärbel Höhn inspiziert gemeinsam mit Journalisten den Bienenkasten. Bildquelle: Nora Lessing Er hat einen Holzrahmen, ist beidseitig ...
  • Gefährdete Völker Erschienen in der Apothekenrundschau 1. Juni 2015 A Bienen Ohne sie hätten wir nicht genug zu essen. Doch ihr Bestand ist ...

Allgemeines

  • IPBES auf Kollisionskurs hauptbericht_bluetenbesteubung20160306Liebe Imkerfreunde, es ist schon sehr schmerzhaft, wenn man sich in der heutigen Zeit weniger um die Tagesprobleme der Hobby- oder ...
  • Im Bundestag summt ein neues Volk Bundestag01Der Tagesspiegel 11.07.2015 Summt da was? Bärbel Höhn inspiziert gemeinsam mit Journalisten den Bienenkasten. Bildquelle: Nora Lessing Er hat einen Holzrahmen, ist beidseitig ...
  • Belegstelleneröffnung Kohnert Buche am 27.05.2015 Abb.4_Kohnert BucheAm 27.05.2015 haben sich etliche Imker aus Brandenburg und Berlin zur diesjährigen Belegstelleneröffnung „Kohnert Buche“ zusammengefunden. In die Tiefen der ...
  • Bienenstandbegehung bei Ute am 06.06.2015 web_IMG_3440Eine Perle entsteht im Brandenburgischen. Mit unglaublich viel Herzblut und gestützt durch einen emsigen und wohl auch unermütlichen Helfer, dem ...
  • Gemeinsam die biologische Vielfalt retten  Deutschlandfunk / FORSCHUNG AKTUELL / Beitrag vom 15.01.2015 WELTBIODIVERSITÄTSRAT Von Volker Mrasek Im Kampf gegen das Artensterben hat die Staatengemeinschaft den Weltbiodiversitätsrat aus der Taufe ...

Dem Deutschen Bienenvolke

Wir erinnern uns an die Plakatidee von Peter Schömbs zum Imkertag 2011 mit dem Geburtstagsjubileum 90 Jahre Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V.

Imkertag2011_Plakat001

Heute 2016 nun hat unser Vorsitzender Dr. Benedikt Polaczek das Leben in diesen Bienenstock gebracht. Hoffen wir auf eine gute Entwicklung und hoffen wir, dass unsere Politiker den Bienen die Aufmerksamkeit schenken werden entsprechend der Wichtigkeit in unserer Ernährungskette.

dR

Berliner Morgenpost
26.04.2016, 05:51
Dem Deutschen Bienenvolke
50.000 Tiere bekommen ein Zuhause direkt neben dem Reichstag

Berlin.  Bienen sind schwer regierbar. Jedenfalls weigern sie sich, emsig im Regierungsviertel auszuschwärmen, nur weil gerade ein Dutzend Kameras auf ihren Stock gerichtet ist. Es sei zu kalt, erklärt Bärbel Höhn, Grünen-Abgeordnete und Tochter eines Hobby-Imkers. „Die sind deshalb ein bisschen ruhig.“ Trotzdem ist man im Bundestag, wo am Montag 50.000 Bienen gleich neben dem Reichstag ein neues Zuhause gefunden haben, guter Hoffnung: Im Sommer soll es Honig geben.
Fraglich ist, ob sich der Namensvorschlag des SPD-Abgeordneten Martin Burkert durchsetzt. „Umweltfreundlicher Verkehrsflughonig“, schlägt der 51-Jährige vor, schließlich sei er Vorsitzender des Verkehrsausschusses und Höhn Vorsitzende des Umweltausschusses. Auch die Königin des Bienenvolks ist noch namenlos.

Das rot-grüne Gemeinschaftprojekt hat ein pädagogisches Ziel: Die Politiker wollen darauf hinweisen, wie schwer es Bienen und Insekten in Deutschland haben, und wie wichtig sie für die Ernährung sind. Was den Bienen vor allem zu schaffen macht: Pestizide und Monokulturen in der Landwirtschaft. Deswegen sammeln sie in der Stadt besseren Honig als auf dem Land, sagt Benedikt Polaczek, der an der Freien Universität Bienenhaltung unterrichtet. Es wird weniger gespritzt und es gibt mehr Blütensorten.

Bienen-Rettung ist en vogue. Die baden-württembergische Landesregierung ist stolz auf ihren „Regierungshonig“. Und auf dem Dach der Landesvertretung Brandenburg in Berlin wur-den vergangenen Juli die ersten 30 Kilo Honig geerntet. Im Bundestag waren nicht alle begeistert. Unter anderem hatte Bundestagspräsident Norbert Lammert Bedenken, weil es immer wieder Probleme mit Wespen­stichen gab. Erfahrungen mit Haustieren hat man in den Büros der Parlamentarier wenig. „Ich hab schon mal eine Maus bei mir gehabt“, berichtet Höhn. „Da war ich froh, als sie wieder weg war.“

Bienen-Killer No 1

Am 14.06.2016 19:00 Uhr wird Herr Prof. Dr.-med. Klaus-Werner Wenzel einen Vortrag zum Thema halten. Die Kurzform wurde bereits am 01.12.2015 im Rahmen eines Symposiums zum Themenkreis „Einfluss der Neonikotinoide auf die Insekten“ gehalten. Inhalte der Gutachten und Forschungsergebnisse haben große Sorgen ausgelöst, weil viele Politiker , so scheint es, den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben. Abgesehen vom möglichen Krebsrisiko hat die Vernichtung der Bestäuber und damit der Rückgang der Biodiversität durch Pestizide fatale Folgen.

Herr Professor Wenzel hat sich als Humanmediziner dieser Thematik in ungewohnter Weise angenommen. Er hält Kontakt zu vielen namhaften Wissenschaftlern dieser Welt, verarbeitet Forschungsergebnisse und Gutachten und macht durch den interdisziplinären Austausch dieser Ergebnisse mit reicher Bebilderung die uns bedrohenden Gefahren deutlich. Dies alles wird leicht verständlich vorgetragen. Ungeachtet ist es für einen Menschen, der bemüht ist, ein möglichst gesundes Umfeld zu erhalten, eine schwere Kost.

Nicht nur für Imkerinnen und Imker dieser Stadt sind die angebotenen Inhalte und die
anschließende Diskussion von Interesse. Politiker und Naturschützer sollten dringend
zum Zuhörerkreis gehören.

Weitere Inhalte und eine Lageplanskizze finden Sie hier: Vortrag und Anreise.

Hersteller und Bundesinstitut sollen Krebsrisiken von Glyphosat verheimlicht haben

Umweltschützer haben Strafanzeige gegen den Pestizidhersteller Monsanto und das Bundesinstitut für Risikobewertung gestellt. Sie sollen Krebsrisiken von Glyphosat verschleiert haben. 
VON SARAH KRAMER

DER TAGESSIEGEL vom 22.04.2016
veröffentlicht den nachfolgenden Text unter dem Titel:
Glyphosat: EinFall für den Staatsanwalt?

Umweltschutzorganisationen aus ganz Europa, darunter das Umweltinstitut München, haben Strafanzeige wegen Betruges gegen den US-Chemiekonzern Monsanto, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) gestellt. Sie sollen bei der Bewertung des umstrittenen Pestizids Glyphosat Studien bewusst falsch ausgelegt haben, um die Wiederzulassung des europaweit meist genutzten Pflanzenvernichtungsmittels zu ermöglichen.

„Die Pestizidhersteller haben diesen Studien bereits im Zulassungsantrag fälschlich methodische Fehler unterstellt. Das BfR hat diese Falschdarstellungen kritiklos übernommen“, sagte der Bremer Epidemiologe und Gutachter Eberhard Greiser am Donnerstag. „Mein Eindruck ist, dass auf diese Weise praktisch alle epidemiologischen Studien, die der Wiederzulassung von Glyphosat im Wege stehen, systematisch aussortiert wurden.“

Die WHO stuft Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Kommission verhandeln seit mehreren Monaten über die erneute Zulassung des Breitbandpestizids. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte Glyphosat Anfang des Jahres als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft; Hersteller wie Monsanto und das BfR haben dieser Einschätzung widersprochen und das Pflanzenschutzmittel als „nicht krebserregend“ eingestuft.

Dabei hätten selbst von der Industrie eingereichte Krebsstudien mit Labormäusen signifikante Tumorfunde ergeben, über die auch das BfR informiert gewesen sei, sagte Gutachter Greiser am Donnerstag. Er verwies zugleich auf eine öffentlich zugängliche Untersuchung aus dem Jahr 2001, wonach der Kontakt mit Glyphosat bei schwangeren Frauen zu einem erhöhten Fehlgeburtsrisiko in der zweiten Schwangerschaftshälfte führen kann.

Krebserregende Wirtstoffe sind in der EU verboten
Laut den EU-Vorgaben für die Zulassung von Pestiziden müssen Pflanzenschutzmittel verboten werden, wenn sie nachgewiesenermaßen onkogenes Potenzial haben, also Krebserkrankungen hervorrufen können. Wird in zwei voneinander unabhängigen Tierstudien Krebs nachgewiesen, darf der Wirkstoff in der EU nicht zugelassen werden. Im Fall von Glyphosat sei das klar gegeben, sagte Greiser.
Die EU-Kommission will Mitte Mai über die weitere Zulassung des Pflanzenschutzmittels entscheiden.
Sarah Kramer

Das Europa-Parlament hat bereits dafür gestimmt, die Nutzung des Wirkstoffs für weitere sieben Jahre zu gestatten. Zudem forderten die Abgeordneten weitere Informationen über mögliche gesundheitlichen Folgen des Herbizids. Forderungen von Grünen und Teile der Linken, die Zulassung gar nicht zu erneuern, fand damit keine Mehrheit. Allerdings ist das Votum des EU-Parlaments für die Entscheidung der Kommission nicht bindend.

In Deutschland werden 40 Prozent der Ackerflächen mit Glyphosat behandelt
Nach Angaben des Europaparlaments ist der weltweite Verbrauch von Glyphosat in den vergangenen Jahrzehnten um das 260-Fache angestiegen – von 3200 Tonnen im Jahre 1974 auf 825.000 Tonnen im Jahre 2014. In Deutschland werden etwa 40 Prozent der Ackerfläche mit glyphosathaltigen Pflanzengiften behandelt. Wie sich Deutschland bei der Abstimmung über eine Neuzulassung verhalten wird, ist noch nicht klar.

Kommentar des IVBZUUEV
Wie soll ein Imker die Glaubwürdigkeit von Volksvertretern für die Region, das Land oder gar den Kontinent einschätzen?
Zwei Verdachtsmomente stehen im Raum:
1. Glyphosat ist krebserregend.
2. Glyphosat schadet allen Insekten und Bestäubern.

Zu beiden Fällen gibt es die unterschiedlichsten Gutachten bzw. Forschungs-ergebnisse. Da aber die Interessenlagen vom Hersteller der Chemikalie und die der Verbraucher völlig verschieden sind, muss mit gesundem Menschenverstand und sachdienlichem Verstand insbesondere hinsichtlich einer für Mensch und Tier verträglichen Umwelt geurteilt und entschieden werden. Sind aber die möglicherweise schädlichen Einflüsse des Insektizids bis heute auch nur mit einem kleinen Fragezeichen versehen, darf es keine Genehmigung für einen weiteren Einsatz geben. Es kommt hinzu, dass der ökonomische Gewinn für die Landwirtschaft durch den Einsatz der Mittel als derartig unbedeutend nachgewiesen wurde. Damit steht alle Zeit der Welt zur Verfügung, zunächst wirklich alle Gutachten kritisch und neu zu bewerten.

Viele Imker in unserer Stadt sind in der Zwischenzeit soweit sensibilisiert, dass sie sich gern in Verkaufsgespräche einmischen, bei denen es um den Insektizideinsatz geht. In den Privatgärten unserer Städte brauchen wir keine chemischen Mittel gegen Insekten oder Kräuter. Wir brauchen nur mehr Aufklärung über die negativen Auswirkungen dieser Mittel auf die Gesundheit von Menschen und Tieren. Wir brauchen Aufklärung hinsichtlich ökologischer Methoden. Es dabei nicht nur um die Auswirkungen auf die Gesundheit sondern auch um die Auswirkung auf eine fatale ökonomische Entwicklung. Die meisten Pflanzen sind hinsichtlich des Ernteergebnisses auf Bestäuber angewiesen. Und es tröstet wenig, wenn wir eines Tages zwar Obst und Gemüse nur noch als Raritäten für Wenige zur Verfügung haben. Und es kann auch nicht beruhigen, dass wir das alles in betrunkenem Zustand erleben dürfen, weil der Wein windbestäubt wird.

Für einen Politiker muss hinsichtlich der Entscheidungsfindung das Wohlergehen der Mehrheit der Menschen oberstes Gebot sein. Solange es nur den kleinsten Zweifel an der Richtigkeit eines Gutachtens oder Forschungsergebnisses gibt, darf keine risikobehaftete Entscheidung getroffen werden. Besteht der Verdacht der Krebserregung, besteht der Verdacht der negativen Beeinflussung von Bestäubern durch Pestizide, darf es keine Zulassung für den Einsatz geben. Das Pestizid leitet sich im Wortstamm von pestis, der Seuche der Geißel ab. Das klingt nicht nach Gesundheit, nicht nach Leben.
dR

Wir sammeln für „unseren“ Stadtbaum !

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt will bis Ende 2017 zusätzlich 10.000 Bäume in Berlin gepflanzt haben – und das mit Hilfe der Bürger. (Anm.: es sind schon 5.000 gepflanzt)

Wir sammeln für „unseren“ Stadtbaum !

Rund 1.200 Euro werden durchschnittlich benötigt, damit ein Berliner Straßenbaum gepflanzt und die ersten drei Jahre besonders gepflegt werden kann. Haben wir 500 Euro zusammen, gibt der Senat aus Landesmitteln den Rest dazu.

Ich meine, das ist eine gute Sache.

Zehren wir doch von dem was die vorigen Generationen für uns getan haben. Wir haben nun die Aufgabe an die nachfolgenden Generationen denken.

Zu den Vereinstreffen werde ich weiterhin sammeln. Damit aber alle die Möglichkeit haben zu spenden, können Sie auf das Ihnen bekannte Konto des Imkervereins Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. einzahlen.
Bitte geben Sie unbedingt den Verwendungszweck an: „Stadtbaum“

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Internet:
Stadtbaumkampagne

Dagmar Prentzel/Bienenweide

Übrigens Baum des Jahres ist die Winterlinde (Tilia cordata)

Ein schmaler Silberstreif für die Bienen

Ein leichter Hoffnungsschimmer zeigt sich beim Schutz der Bestäuber allgemein und unserer Honigbienen im Speziellen. Politiker in Europa beginnen Augen und Ohren zu öffnen. Dann soll es sich gelohnt haben, dass viele dem Naturschutz verbundene Menschen, der BUND, der NABU und viele seriöse Naturwissenschaftler nie aufgegeben haben. Seit wohl mehr als zehn Jahre hat diese Gruppe versucht, auf die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gefahren hinzuweisen. Gefahren, die hervorgerufen wurden durch weitgehend ungeprüften Umgang mit Pestiziden. Im Beitrag des Tagesspiegel vom 08.März 2016 „Feldforschung im Parlament – Die erneute Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat steht auf der Kippe“ wird berichtet, dass doch nun auch von der Politik die Sachlage kritisch bewertet wird. Dies geschieht vor allem, weil sich selbst die Laboratorien der chemischen Industrie nicht mehr so ganz sicher sind hinsichtlich zumindest gesundheitlicher Gefahren, die durch diesen Einsatz ausgelöst werden. Dagegen sollen europäische Behörden wie die „Efsa“ und das Bundesinstitut für Risikobewertung „BfR“ immer noch zu dem Schluss gekommen sein, dass von diesen Pestiziden keine Gefahr für die Gesundheit des Menschen besteht. Das sind verheerende Widersprüche. Nur so lange sie bestehen, darf, wenn man verantwortlich handelt, keine Genehmigung für diese Pflanzen und Tiere vernichtenden Mittel erteilt werden.

Selbst der Welt-Biodiversitätsrat muss heute nun doch feststellen, dass von 560 Wildbienenarten in Europa 39 Arten ausgestorben sind. 31 Arten sind vom Aussterben bedroht. Unter der Überschrift „Gefährdete Bestäuber“ sind hier weitere Details im Tagespiegel vom gleichen Tage zu lesen. Natürlich wären das für Bayer, Monsanto und Co gewaltige Umsatz- und Gewinneinbußen. Wenn man aber festgestellt hat, dass bei dem
Verzicht dieser Gifte, der Ertrag sich kaum verändert, dann liegt der Schaden eben nur bei den Konzernen.

Dies alles hat wohl auch unsere Politik in Europa aufgeschreckt. Und es macht sich ein wenig Hoffnung breit, wenn der Tagespiegel am 09.März d.J. berichtet: „ EU vertagt Entscheidung über Glyphosat“. Bis jetzt enthält sich Deutschland noch der Probeabstimmung. Hoffen wir, dass auch Herr Minister Schmidt noch ganz schnell seine Meinung hinsichtlich einer Zulassung dieses Mittels überdenkt. Die bis jetzt wohl noch unschädliche Belastung im Deutschen Bier kann nach Meinung von Experten des BUND ins Lebensmittel gelangen durch die verwendeten Pflanzen oder durch das Grund- und Trinkwasser. Beide Optionen sind eine beängstigend schlimme Vermutung. Hoffen wir also weiter, dass die Vernunft, möglicherweise auch die Angst über die Gewinnaussichten Weniger siegt.

Reinhardt Löwe
09.03.2016