Aktuelles

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    gedaechtnis01Die Honigbiene produziert bei weitem nicht nur Honig. Vielmehr leistet sie durch die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen einen großen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Sie sichert die Ernten der meisten Kulturpflanzen. Sie liefert Propolis und Wachs. Die Medizin nimmt Ihre Pollensammlung und benutzt das Bienengift und und und.

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  • IGW 2017 Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. und FU Berlin Abteilung Bienen auf der Sonderschau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche Berlin 2017 ( IGW 2017 ) vom 20. – 29.Januar Halle 23 a Der IV Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. stellt sich in Kooperation mit der FU Berlin auf der IGW 2017 den ...
  • Wir haben es geschafft – Unsere Sammlung war erfolgreich ! 24.11.2016 Fotos zur Stadtbaumkampagne finden Sie hier. 18.09.2016 In der Spilstraße 1 und 3 werden diese kranken Bäume (Krimlinden) im Rahmen der Stadtbaumkampagne ersetzt. Den Fortgang werde ich dokumentieren. Dagmar Prentzel/Bienenweide

Bilder

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Imkerpraxis

Literatur

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Probeimker

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  • Modernes Hobby: Imkern IMG_2155 aus Imkern als Hobby? Das sagt man so. Doch wer es ernst meint mit der Pflege der ihm anvertrauten Tiere, der ...

Verein

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  • Vereins- und Verbandsneuheiten im August 2016 in Kürze Zusätzlich zum eingerichteten Sperrbezirk Steglitz-Zehlendorf aus Anlass des Ausbruchs bzw. Verdachts der AFB sind drei weitere Sperrbezirke genannt worden. Imker, ...
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Auszüge aus dem Koalitionsvertrag 2016

Tierschutz stärken

Die Koalition wird in Berlin ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen einführen und unterstützt die Schaffung eines Verbandsklagerechts auf Bundesebene im Tierschutzgesetz. Die Koalition will Tierversuche auf das absolut notwendige Maß reduzieren und fördert verstärkt Alternativmethoden. Gemeinsam mit den Universitäten will die Koalition Berlin zur Forschungshauptstadt für Ersatzmethoden machen. Die Koalition wird alle tierschutzpolitischen Zuständigkeiten in einer Senatsverwaltung bündeln. Außerdem verbessert die Koalition die Kontrollmöglichkeiten der Bezirke und des Lageso, sodass künftig Tierbörsen, gewerbliche Tierhaltungen und Tierversuchsvorhaben regelmäßig kontrolliert werden können. Das Amt des Tierschutzbeauftragten des Landes Berlin wird hauptamtlich besetzt. Es wird ein Tierschutzbeirat eingerichtet, in dem Tierschutzverbände und die Fraktionen des Abgeordnetenhauses vertreten sind. In der Berliner Innenstadt sollen keine Pferdekutschen mehr fahren dürfen. Die Koalition wird alle Möglichkeiten nutzen, um den gewerblichen Handel mit exotischen Tieren auf Tierbörsen zu reduzieren. Die Vergabe öffentlicher Flächen an Zirkusse findet nur statt, wenn die artgerechte Tierhaltung sichergestellt wird. Die Koalition erlässt eine Katzenschutzverordnung.

Starker Verbraucher*innenschutz in Berlin

Die Koalition wird den Verbraucherschutz in Berlin stärken und Berlin zur FairTradeTown machen. Verbraucher*innen benötigen unabhängige Informationen, Bildung und Beratung, handlungsfähige Behörden und Verbraucher*innenrechte, um selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. Die Koalition setzt sich für eine Stärkung und enge Verzahnung der auf dem Gebiet des Verbraucher*innenschutzes tätigen Institutionen, Behörden und Organisationen in einem Verbraucher*innenschutznetzwerk ein. Die Koalition wird die verbraucher*innenpolitische Strategie in Berlin mit den Zielen fortschreiben, eine sozial verantwortliche Verbraucher*innenschutzpolitik sowie die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Verbraucher*innenentscheidungen zu fördern, Transparenz zu schaffen, Verbraucher*innenrechte zu stärken, die Realität in der Einwanderungsgesellschaft und die sozialen, interkulturellen und demografischen Besonderheiten in Berlin anzuerkennen und somit die Verbraucher*inneninteressen gegenüber den Marktinteressen der Wirtschaft zu stärken.

Lebensmittelsicherheit und gesunde Ernährung

Die Koalition sieht in der Lebensmittelsicherheit und ihrer strukturellen Verankerung in Berlin, bei Fragen des Verbraucherschutzes und der Verbrauchersouveränität in der digitalen Welt, Schule und Bildung (Implementierung von Verbraucherbildung in den Berliner Schulplänen, an Volkshochschulen und in Kitas) und bei der Zusammenarbeit mit Brandenburg die inhaltlichen Schwerpunkte in dieser Legislaturperiode. An den Berliner Universitäten wird die Koalition die verbraucherbezogene Forschung stärken.

Die Koalition wird den Anteil an Bio-Essen in Kindertagesstätten, Schulen, Kantinen, Mensen und beim Catering in öffentlichen Einrichtungen bis 2021 deutlich erhöhen. Nach dem Vorbild Kopenhagens wird in einem Modellprojekt mit Großküchen und Caterern gezeigt, wie der Anteil an Bio-Produkten, saisonalen und Frischzutaten durch Weiterbildung und Beratung weitgehend kostenneutral erhöht und wie Lebensmittelverschwendung und -verluste vermindert werden können. Um Wahlfreiheit zu gewährleisten sollen in Kantinen vegane, vegetarische und fleischhaltige Mahlzeiten angeboten werden. Die Koalition bekennt sich zu den mit der Unterzeichnung der Mailänder Erklärung zur Ernährungspolitik eingegangenen Verpflichtungen. Die Koalition wird zusammen u.a. mit dem Berliner Ernährungsrat eine zukunftsfähige, regional gedachte Berliner Ernährungsstrategie entwickeln. Die auf Landesebene begonnene Arbeit im „Forum für gutes Essen“ wird fortgesetzt und durch eine breite Beteiligung in den Bezirken ergänzt. In Zusammenarbeit mit der Stadtgesellschaft werden Prioritäten und Umsetzungsschritte festgelegt. Teil dieser Strategie wird die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung sein. Mit dem Land Brandenburg will die Koalition weitere Möglichkeiten zur stärkeren Nutzung regional erzeugter Lebensmittel ausloten. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg soll im Rahmen seiner Aufgaben auch tierschutzrechtliche Aspekte berücksichtigen. Im Bund wird sich Berlin hinter Initiativen stellen, die deutsche und europäische Agrarpolitik hin zu mehr Nachhaltigkeit und Tierschutz umzusteuern. Im Bundesrat wird Berlin sich für verständliche, transparente und zuverlässige Kennzeichnungsregelungen einsetzen. Die Koalition unterstützt die Ausweitung des Verbraucherinformationsgesetzes und einen Informationsanspruch auch gegenüber Unternehmen.

Starke Aufsichtsbehörden und effektive Beratung vor Ort

Die Lebensmittel- und Veterinäraufsichtsbehörden werden gestärkt und personell so aufgestellt, wie es zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben notwendig ist. Die Koalition setzt sich für eine bundesgesetzliche Regelung ein, welches den Bundesländern ein Mehr an Transparenz bei der Lebensmittelhygiene ermöglicht (Smiley). Lässt sich dies auf nationaler Ebene bis Ende 2018 nicht durchsetzen, wird die Koalition eine landesgesetzliche Regelung erarbeiten um Verbrauchertransparenz herzustellen. Eine besondere Herausforderung bildet der Ausbau des kiezorientierten und mobilen Verbraucherschutzes für besondere Zielgruppen. Für die Verbraucherrechtsberatung mit Blick auf die besondere Zielgruppenorientierung wird die Verbraucherzentrale entsprechend ausgestattet.

Die Koalition wird sich dafür einsetzen, den Rechtsschutz und die Klagemöglichkeiten von Verbraucher*innen zu verbessern und im Bund entsprechende Initiativen unterstützen.

Aktiver Natur- und Umweltschutz – ein ökologischer Aufbruch für Berlin

Für die Koalition ist aktive Umweltpolitik die Basis für ein lebenswertes Berlin, sie übernimmt damit Verantwortung für kommende Generationen. Die Koalition arbeitet auf Grundlage der UN-Nachhaltigkeitsziele. Für die Koalition ist Nachhaltigkeit eine Querschnittsaufgabe aller Politikbereiche. Umweltschutz ist auch eine Frage der Gerechtigkeit, denn häufig leben Menschen mit geringem Einkommen an lauten und schmutzigen Hauptverkehrsstraßen. Die Koalition wird auch in der wachsenden Stadt dafür sorgen, dass gesunde Luft, weniger Lärm, sauberes Wasser, Grünflächen, Parks, Flüsse und Seen für alle zugänglich sind. Berlins natürliche Ressourcen zu schützen und die grüne Infrastruktur zu stärken sind Kernanliegen der Koalition.

Einsatz für Umweltgerechtigkeit

Die gesundheitliche Belastung durch Luftverschmutzung, Lärm, unzureichende wohnortnahe Grünflächen sowie die bioklimatische Belastung sind räumlich und sozial ungleich verteilt. Es ist das Ziel der Koalition, die Anzahl der mehrfach belasteten Gebiete und die Betroffenheit der Berliner*innen deutlich zu reduzieren. Die quartiersbezogene Berliner Umweltgerechtigkeitskonzeption ist konsequent weiter zu entwickeln und auf Senats- und Bezirksebene zu implementieren. Städtebaufördermittel sollen gezielt, unter Anwendung des Sozialatlas und der Umweltgerechtigkeitskriterien, verwendet werden.

Luftqualität verbessern

Die Koalition wird den 2013 beschlossenen Luftreinhalteplan unverzüglich umsetzen und fortschreiben. Im Fokus steht die Reduktion des Stickoxidausstoßes durch Kfz. Die Koalition setzt sich für die bundesweite Einführung einer neuen, sogenannten blauen Plakette für wirklich saubere Fahrzeuge ein und für ein bundesweites Förderprogramm zur Nachbesserung von Diesel-Kfz. In diesem Zusammenhang wird die Umweltzone weiterentwickelt, mit ausreichenden Übergangsfristen und Ausnahmen für Härtefälle.

Die Standorte der Messstationen des BLUME-Netzwerks werden überprüft und gegebenenfalls angepasst. Der Fuhrpark (incl. Dienstfahrräder, Carsharing-Angebote und Carpooling) des Landes sowie der Betriebe und Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Landes wird sukzessive auf emissionsarme Fahrzeuge umgestellt. Auch die Binnenschifffahrt, insbesondere die Berliner Fahrgastschifffahrt wird in den Luftreinhalteplan einbezogen.

Lärm mindern

Die Koalition wird den Lärmaktionsplan unter Einbindung der Bezirke und der Stadtgesellschaft überarbeiten und über 2018 hinaus fortschreiben. Das verträgliche Nebeneinander von Gewerbe, Sport, Freizeitgestaltung und Wohnen ist zu ermöglichen. Dem Verkehrslärm wird die Koalition durch ein Maßnahmenpaket begegnen, zu dem Temporeduzierungen abschnittsweise auch auf Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen sowie der lärmmindernde Umbau von Straßen und Bahntrassen gehören.

Leitbild „Zero Waste“

Die Berliner Abfallwirtschaft soll in den nächsten Jahren zu einer modernen Kreislaufwirtschaft weiterentwickelt werden. Berlin gibt sich daher künftig das Leitbild „Zero Waste“, welches durch Abfallberatung und Umweltbildung flankiert wird. Insbesondere von allen öffentlichen und öffentlich geförderten Einrichtungen ist das Leitbild vorbildlich umzusetzen. Die Rolle der BSR soll hinsichtlich der Steigerung der Wiederverwertung von im Müll enthaltenen Wertstoffen weiterentwickelt werden. In einem Modellprojekt der BSR sollen noch funktionsfähige Elektrogeräte und Möbel aufgearbeitet, repariert und – beispielsweise in einem Sozialkaufhaus – verkauft werden. Die Restabfallmenge in den grauen Tonnen soll drastisch reduziert werden. Die Koalition wird gemeinsam mit Handels- und Umweltverbänden ein Mehrwegbechersystem einführen.

Entsprechend der Bundesgesetzgebung wird die Biotonne flächendeckend in der ganzen Stadt schnellst möglichst eingeführt.

Der eingesammelte Bioabfall wird in modernen emissionsarmen Bioabfallbehandlungsanlagen verarbeitet.

Das Land Berlin wird sich auf Bundesebene für eine nachhaltige Reform des Abfallrechts einsetzen. Abfälle aus privaten Haushalten sollen grundsätzlich in die Entsorgungsverantwortung der Kommune fallen. Auch die gravierenden Mängel des noch bestehenden Dualen Systems sind endgültig zu beseitigen und damit die Verpackungsentsorgung ökologisch, bürgerfreundlich und rechtssicher zu gestalten. Die seit Jahrzehnten bewährte und verbraucherfreundliche haushaltsnahe Berliner Altglassammlung (Holsystem) ist entsprechend des Abgeordnetenhaus-Beschlusses von 2014 in allen Bezirken zu sichern bzw. wieder herzustellen.

Sauberes Wasser für Berlin

Die Koalition wird die wesentlichen wasserwirtschaftlichen Herausforderungen Berlins angehen und die Wasserrahmenrichtlinie für alle Flüsse schnellstmöglich umsetzen. Sie will das Baden in der Spree ermöglichen und unterstützen die Realisierung entsprechender Projekte wie das Flussbad Berlin und eine Badestelle an der Insel der Jugend.

Zur Sicherung unseres sauberen Trinkwassers und zum Schutz wertvoller Feuchtgebiete wird die Koalition die Bewilligungsverfahren für die Brunnengalerien der Berliner Wasserbetriebe (BWB) zügig vorantreiben und abschließen. Die BWB werden bei dem Ziel unterstützt, organische Spurenstoffe, Medikamentenrückstände, Pestizide und Krankheitserreger aus dem Abwasser zu entfernen. Die Koalition wird das Gewässergütemessnetz nach Bedarf hinsichtlich Mikroplastik und Spurenstoffen ausbauen. Gemeinsam mit den betreffenden Bundesländern wird die Koalition Konzepte und Maßnahmen erarbeiten, um der Sulfatbelastung insbesondere der Spree und der Phosphatbelastung entgegen zu wirken. Eine am Verursacherprinzip orientierte Kostenübernahme für die Folgen der hohen Sulfatbelastung ist zu verankern.

Grundwassermanagement

Steigendes Grund- und Schichtenwasser ist in vielen Teilen Berlins ein zunehmendes Problem. Die Koalition wird daher gemeinsam mit Betroffenen und Verbänden nach gebietsspezifischen Lösungen unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Gesichtspunkte suchen. Entsprechende Pilotprojekte werden fortgeführt bzw. im Sinn von Best Practice vorangetrieben. Das Informationssystem über Grundwasserstände in Berlin wird ausgebaut und nach Open-Data-Standards öffentlich zugänglich gemacht.

Klimafolgenanpassung und Regenwasserbewirtschaftung

Berlin wird sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen. Ziel ist es, Berlin zu einer resilienten (widerstandsfähigen) Stadt weiterzuentwickeln. Die Planungsansätze des Stadtentwicklungsplans (StEP) „Klima“ bzw. StEP „Klima konkret“ sind mit ihren konkreten Maßnahmen weiterzuentwickeln und verbindlich in der Stadtplanung zu verankern. Das gilt insbesondere für neue große Wohnquartiere sowie für Objekte, die mit Hilfe öffentlicher Mittel von privaten Trägern entwickelt werden.

Alle Maßnahmen der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung werden entsprechend der örtlichen Gegebenheiten geprüft. Ziel ist die Entlastung der Kanalisation und der Gewässerschutz. Die Ergebnisse von Forschungsprojekten wie KURAS werden in die Praxis überführt und weiterentwickelt. Die Koalition wird die Gebäude- und Grundstücksflächen, von denen Regenwasser direkt in die Mischwasserkanalisation eingeleitet wird, jährlich um 1% reduzieren. Außerdem wird ein Pilotprojekt für ein bestehendes Quartier mit Beteiligung der Betroffenen und Experten einer urbanen Regenwasserbewirtschaftung aufgelegt. Neue Wohnquartiere werden bereits in der Planung an einem dezentralen Regenwassermanagement ausgerichtet. Für diese Aufgabe wird eine „Berliner Regenwasseragentur“ bei den BWB geschaffen. Die Agentur wird unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft den Senat bei der Erstellung und Umsetzung eines Berliner Regenwasserkonzeptes und der Realisierung eines 1000 Grüne-Dächer-Programms unterstützen.

Grüne Infrastruktur erhalten und ausbauen

Mit der wachsenden Bevölkerung in der Stadt und dem notwendigen Wohnungsneubau muss auch eine ausreichende Grünflächenversorgung in der Stadt sichergestellt und dem wachsenden Bedarf Rechnung getragen werden. Der Biotopflächenfaktor wird als Instrument zur Förderung des kleinteiligen innerstädtischen Grüns für alle Innenstadtbereiche verbindlich eingeführt.

Die Koalition erarbeitet eine Kompensationsstrategie für das Land Berlin. Die Entwicklung eines Berliner Ökokontos als revolvierender Fonds ist umzusetzen. Sie etabliert unter Evaluation der Erkenntnisse des Hamburger Naturcents ein geeignetes Finanzierungsinstrument um ein Sondervermögen „Naturschutz und Landschaftspflege“ aufzubauen. Hieraus werden die Mittel zweckgebunden für den Erhalt und Ausbau der Grünen Infrastruktur (Ankauf, Umgestaltung, Bahnflächen, etc.) zur Verfügung gestellt.

Insbesondere in den eng bebauten Innenstadtbezirken unterstützt die Koalition die Begrünung von Innenhöfen, Fassaden, Baumscheiben sowie Kita- und Schulgärten. In Orientierung am vor mehr als 100 Jahren geschlossenen Dauerwaldvertrag und am existierenden Berliner Landschaftsprogramm strebt die Koalition einen Stadtvertrag zur dauerhaften Erhaltung wichtiger Grün-, Frei- und Naturflächen an. Wo wohnortnahe Grünflächen fehlen, sind durch den Ankauf oder die Umnutzung von Flächen neue Grünflächen zu schaffen und die Pflege abzusichern.

Die Koalition richtet einen festen Ansprechpartner für Urban Gardening ein und entwickeln zusammen mit den Akteur*innen der Gartenszene ein gesamtstädtisches Konzept für urbane und interkulturelle Gärten. Berlin wird zur „Essbaren Stadt“. Unter Berücksichtigung der Erfahrungen des laufenden Pilotprojekts will die Koalition die professionelle Reinigung stark genutzter Grün- und Waldflächen sowie Parkanlagen durch die BSR schrittweise ausweiten. Die Verantwortung für eine qualitativ hochwertige Pflege verbleibt bei den Bezirken. Die 20 grünen Hauptwege sind das Grundgerüst des Berliner Freiraumsystems; um es zu vervollständigen ist der Ankauf von einzelnen Schlüsselgrundstücken dringend erforderlich.

Kleingärten sichern

Kleingärten erfüllen neben dem ökologischen Aspekt eine wichtige soziale und gesundheitsfördernde Funktion und tragen wesentlich zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Daher werden in der wachsenden Stadt in ausreichendem Maße Flächen für Kleingärtner*innen gesichert. Mit diesem Ziel werden Vereinbarungen mit den Institutionen des Kleingartenwesens getroffen, im Bedarfsfall wird die Koalition Ersatzparzellen auch in räumlicher Nähe schaffen. Dies wird über den vom Abgeordnetenhaus zu beschließenden Kleingartenentwicklungsplan abgesichert. Zusammen mit den Kleingärtner*innen will die Koalition eine Strategie zum ökologischen Gärtnern, zur interkulturellen Öffnung der Gärten in die Kieze und zur Schaffung „Grüner Bildungsorte“ entwickeln.

Straßenbäume für ein besseres Stadtklima

Die rund 440.000 Straßenbäume Berlins tragen wesentlich zur Lebensqualität und zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Die Stadtbaumkampagne zur Pflanzung von 10.000 Bäumen in 5 Jahren wird in Kooperationen zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren fortgesetzt und ausgeweitet. Dabei sollen auch Straßen, die bisher keinen Baumbestand aufweisen und deren Neubepflanzung aufwendiger ist, einbezogen werden. Mit Hilfe des Baumkatasters sind Grundlagen zur Feststellung des optimalen Pflegebedarfs zu schaffen.

Wald naturnah umbauen

Die Koalition setzt den Umbau der Berliner Wälder mit dem Ziel fort, eine naturnahe Artenzusammensetzung zu fördern, eine hohe Artenvielfalt zu erhalten und so viel Totholz wie möglich im Wald zu belassen. 10 Prozent der Waldflächen werden dabei der natürlichen Entwicklung überlassen.

Die Koalition will die Berliner Waldschulen sichern und ausbauen mit dem Ziel, dass Kinder und Jugendliche pädagogisch angeleitete Naturerfahrungen in den Berliner Wäldern sammeln können. Die Koalition wird den Personalabbau bei den Berliner Forsten stoppen und die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stellen.

Berlin, die nachhaltige Stadt

Berlin verpflichtet sich, die von der Weltgemeinschaft auf der UN-Konferenz im September 2015 beschlossenen 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 für die Berliner Stadtpolitik in geeigneter Form zur Anwendung zu bringen. Berlin beteiligt sich aktiv im Rahmen der Bund/Länderaktivitäten an der Erstellung und Umsetzung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes. Der methodische Ansatz „Berliner Nachhaltigkeitsprofil“ wird weiterentwickelt und ergänzt durch eine Umsetzungs-Roadmap.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Koalition stärkt die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Berlin. In jedem Bezirk soll ein Umweltbildungszentrum entstehen. Ein Fokus liegt dabei auf Naturerfahrungsräumen für Kinder und Jugendliche in dicht bebauten Bereichen. Zur Steuerung der Projekte und zur Förderung eines besseren Verständnisses für die Stadtnatur wird die Koalition nach Hamburger Vorbild eine Koordinierungsstelle für BNE einrichten. Das Freiwillige Ökologische Jahr wird fortgeführt, interkulturell geöffnet und bei entsprechender Nachfrage ausgeweitet. Der Lange Tag der Stadtnatur wird gesichert.

Biologische Vielfalt aktivieren

Die Koalition entwickelt die Berliner Strategie der biologischen Vielfalt durch einen Maßnahmenplan mit Umsetzungszeitrahmen und notwendiger finanzieller Untersetzung weiter und dokumentiert die Umsetzung. Nach dem Abschluss der Umsetzung der beiden EU-Richtlinien (Flora-Fauna-Habitat sowie Vogelschutz) zu Natura 2000 sind die zurückgestellten Ausweisungen von Schutzgebieten abzuschließen und insgesamt 20% der Landesfläche als Landschaftsschutzgebiet zu sichern.

Die Koalition setzt sich für die Bienenhaltung, den Schutz der Wildbienen und anderer Bestäuber ein. Die Koalition macht Berlin zu einer pestizidfreien Kommune.

Naturschutzgesetz zügig umsetzen

Die Koalition setzt das beschlossene Berliner Naturschutzgesetz zügig um. Die landeseigenen Flächen wird sie naturnah pflegen und bewirtschaften, das gilt für Forsten, Landwirtschaft, Wasser- und Grünflächen gleichermaßen. Die Gewässer- und Uferbereiche werden so naturnah wie möglich gestaltet.

Die naturnahe Pflege wird in Pflegeplänen verankert. Die bezirklichen Umwelt- und Naturschutzbehörden werden den steigenden Anforderungen durch die wachsende Stadt und den Maßnahmen zur Klimawandelfolgenanpassung entsprechend ausgestattet. Die Koalition wird beginnend mit den NATURA 2000-Gebieten entsprechend des Landschaftsprogramms neue Natur- und Landschaftsschutzgebiete ausweisen und für deren kontinuierliche Pflege.

Zusammen gestellt von PD Dr. Werner Kratz, 2. Vorsitzender des NABU Brandenburg

Von den Bienen lernen

Dass diese Tiere das Überleben seit vielen Millionen Jahren beherrschen trotz aller Widrigkeiten der Umwelt, des Klimas, der Tiere und Menschen, die ihnen nachstellen, ist ein Wunder, das die meisten Imker fasziniert und immer wieder neugierig macht. Wohl kein Imker wird von sich sagen können, über das Verhalten und das unnachahmliche Überlebenswunder der Bienen – hier speziell der Honigbienen – alles und umfassend zu wissen. Mag sein, dass diese Tiere eines Tages auch die Fähigkeit besitzen, sich genetisch so zu verändern, dass die Diskussionen über Pestizide sich hinsichtlich der Honigbiene erledigt haben – in dieser Hinsicht. Die Menschen vergiften sich dann nur noch selber auf direktem Wege.

So aber macht das Verhalten des Bienenvolks auch andere Fachbereiche außerhalb der Biologie neugierig. Man sucht nach einem Schlüssel für dies nachahmenswerte Überlebensverhalten mit weitgehender Garantie. Es könnte gut sein, hier viel zu lernen. Warten wir es ab.

Die Baukonstruktion hat auch zusammen mit der Architektur so manche Spinnerei beherrscht, weil man die Natur mit den Augen belauscht hat. Nicht zuletzt haben die Seilkonstruktionen der Spinnen zur Realisation z.B. auch der Olympiaanlagen in München geführt. Es kann sein, dass diese Anlagen heute mit großen Rechen-werken geplant werden können. Damals hat man sich inspirieren lassen und große Versuchsanlagen aufgebaut.
So wollen wir sehen, was denn die Verkehrsforscher von den Bienen lernen können.
Wir Imker werden das verfolgen!

d.R.

Der Tagesspiegel 12.11.2016
BiomimikryVerkehrsforscher lernen von den Bienen
Natürlichkeit liegt im Trend: Berliner Informatiker und IT-Firmen lassen sich von der Evolution inspirieren.
REBECCA CIESIELSKI

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Vorbilder. Irgendwann sollen sich selbstfahrende Fahrzeuge wie Bienen verhalten. Die Autos werden sich dann während der Fahrt im…
FOTO: PICTURE ALLIANCE / DPA

In einem pulsierenden Tanz bewegt sich das schwarze Gebilde am Himmel. Was aus der Ferne aussieht wie ein einzelnes, großes Tier, sind in Wirklichkeit viele kleine. „Stare zeigen dieses eindrucksvolle Verhalten, das wir in vielen Bereichen sehen“, sagt Tim Landgraf, der an der Freien Universität Berlin (FU) eine Forschungsgruppe zum Thema Biorobotik leitet. Seinen Zuhörern zeigt der 35-Jährige den Vogelfilm als Annäherung an eine Theorie, die – konsequent umgesetzt – ein Lösungsansatz für die Probleme der Menschheit sein könnte. Das sagen zumindest die Verfechter der Forschungsrichtung, die sich in Berlin zum Symposium „2nd nature“ getroffen haben. Kein Zufall – in der Hauptstadt setzen Unternehmen, Wissenschaftler und Beratungen vermehrt auf Biomimikry.

„Es ist faszinierend: Irgendwoher weiß die Natur, sich die Interaktionen vieler zunutze zu machen“, sagt Tim Landgraf. Schwärme und Wellen sind deshalb die großen Themen des FU-Forschers. Seit einem Jahrzehnt erforscht er das Verhalten von Bienen. Diese zeigen ein kommunikatives Verhalten, das an eine La-Ola-Welle in einer summenden Fankurve erinnert: „Das ist eine Bewegung, die einfach auftaucht. Niemand sagt ihnen, was sie tun sollen. Sie tun es trotzdem.“

Mechanismen der Natur lassen sich auf Unternehmen übertragen
Durch aufwendige Erhebungen generieren die Wissenschaftler große Datensätze über das Verhalten der Tiere. „Wir wissen über jede einzelne Biene mehr als Facebook über seine Nutzer“, schmunzelt Landgraf. Die genaue Analyse ist wichtig für Biomimikry. Denn durch sie lassen sich Mechanismen der Natur auf Unternehmen, Organisationen und andere menschengeschaffene Systeme übertragen.

In den Laboren der Forscher hat ein Roboter deshalb den Bienentanz gelernt, begleiten Drohnen die Tiere auf ihren Flügen und analysieren Computer jede Gehirnaktivität. Die Schwarmdaten sollen dazu dienen, den Verkehr der Zukunft zu organisieren – wenn Autos autonom fahren und nicht mehr mit Benzin. „Das Problem ist, dass Elektroautos heute über Nacht aufgeladen werden müssen, dafür fehlt oft Zeit“, sagt Landgraf. Irgendwann sollen sich Fahrzeuge deshalb verhalten wie Bienen: „Die Autos werden sich dann während der Fahrt im Schwarm aufladen.“

Biomimikry ist in Deutschland erst seit wenigen Jahren angekommen. Das liegt auch daran, dass die Computertechnik gerade immer besser wird. Dank leistungsfähigerer Rechner, die große Datenmengen verarbeiten und sinnhafte Zusammenhänge erkennen können, entstehen immer feinkörnigere Modelle des Lebens. Diese ermöglichen den Schritt von der Natur hin zur Innovation.

Vor allem Digitalunternehmen sind an Biomimikry interessiert
Daher sei es kein Wunder, dass besonders Digitalunternehmen an Biomimikry interessiert seien, erklärt Klaus-Stephan Otto. Otto ist Geschäftsführer von Evoco, einer Berliner Unternehmensberatung, die sich auf „Evolutionsmanagement“ spezialisiert hat. „Am stärksten ausgeprägt ist das Denken in Ökosystemen momentan im IT-Bereich, weil dort die Komplexität groß ist und die Geschwindigkeit von Veränderungen“, sagt Otto. Mit Ökosystemanalysen sei es möglich, nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch „nicht-lebende“ Faktoren wie die Technik einzubeziehen. Deshalb habe man schon vor 20 Jahren zusammen mit Biologen einen Ökosystem-Ansatz entwickelt, der nun auf vermehrtes Interesse stoße. Natur ist schick. Nicht nur auf dem Teller, sondern auch beim Denken.

Kreisläufe, Abfallvermeidung und Widerstandsfähigkeit sind die wichtigsten Aspekte von Biomimikry. Deshalb sollte man den Ansatz nicht mit Bionik verwechseln, erklärt Arndt Pechstein, Innovationsberater und Leiter des „Biomimicry Germany“-Think Tanks. „Bei Bionik geht es um Einzellösungen. Biomimikry denkt in ganzen Systemen.“ Bionik, das ist zum Beispiel das Lotusblatt, von dessen Oberfläche Wasser einfach abperlt, eingesetzt in Fassadenfarbe. Bei Biomimikry gehe es um die „Designprinzipien des Lebens“, so der Neurowissenschaftler.

Studenten entwickeln Sitze für Airbus – flexibel wie Vogelkrallen
Diese seien für große Unternehmen allerdings schwer umzusetzen, sagt Bastian Schäfer, Innovation Manager bei Airbus. Deshalb setzt Airbus auf konkrete Anwendungen. Studenten haben beispielsweise Sitze entwickelt, die flexibel sind wie die Krallen von Greifvögeln, und einen „Schleimpilzalgorithmus“, der das Material von Trennwänden verbessern soll. Seit fünf Jahren gibt es in dem Konzern eine Biomimikry-Abteilung. Die Investitionen liegen im sechsstelligen Bereich.

Den Unterschied zwischen Bionik und Biomimikry betont Tim Landgraf am Ende seines Vortrags. „Peak Oil wird die Menschheit wieder auf die Beine bringen“, steht auf seiner letzten Vortragsfolie. Das heißt, irgendwann werden knappe Ressourcen die Menschheit zu Innovationen zwingen. Ein Blick in die Natur ist dann wahrscheinlich eine gute Idee.

Die Frage der Bienen

Am 31.10.2016 konnte man in 3sat einen wunderbaren Film sehen in Netz Natur: Die Frage der Bienen von Andreas Moser.

Ohne den so lästigen aber berühmten erhobenen Zeigefinger wird hier auf die aktuellen Probleme der Bienenwelt aufmerksam gemacht. Spektakuläre Bilder von Bienen lassen ein Imkerherz schon einmal etwas schneller schlagen. Ebenso sind die Probleme der Verwüstung unserer Landwirtschaftsflächen, die Vergiftung wie auch die einseitigen Prüfverfahren sehr objektiv angesprochen. Der Film wird wohl verstanden als Verpflichtung, hier viele Dinge zu verbessern.

Dieser Klick sollte sich lohnen!

d.R.

Die Frage der Bienen

IGW 2017

Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. und FU Berlin

Abteilung Bienen auf der Sonderschau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche Berlin 2017 ( IGW 2017 ) vom 20. – 29.Januar Halle 23 a

Der IV Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. stellt sich in Kooperation mit der FU Berlin auf der IGW 2017 den Fragen der Öffentlichkeit. Mit über 140 Mitgliedern ist es einer der größten Imkervereine in Berlin und Umgebung.  Mit großem personellem (ca. 5 Imker / Tag) und repräsentativem Aufwand hinsichtlich unterschiedlichster Exponate und einer medialen Dokumentation befassen wir uns umfassend mit dem  Themenkreis um die Bienen und anderer Bestäuber. Wir setzen uns auseinander mit den Problemkreisen u.a. mit Bienenschädlingen, Bienenkrankheiten, Heilwirkungen, Bestäubungs-leistungen, Renaturierung, Biodiversität, Imkerschulung und Pestiziden. Wir stehen für gesunde Bienen und deren Produkte. Wir zeigen die Bienenweide im Jahreszyklus in Bildern und Filmen. Wir experimentieren und mikroskopieren.

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Wir haben es geschafft – Unsere Sammlung war erfolgreich !

24.11.2016
Fotos zur Stadtbaumkampagne finden Sie hier.

18.09.2016
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In der Spilstraße 1 und 3 werden diese kranken Bäume (Krimlinden) im Rahmen der Stadtbaumkampagne ersetzt. Den Fortgang werde ich dokumentieren.

Dagmar Prentzel/Bienenweide