IGW 2018

Internationale Grüne Woche – Berlin

Zehn Tage vom 18. – 28.Januar waren wieder viele unserer Mitglieder im Einsatz. Zusammen mit Mitarbeitern der FU Berlin wurde Öffentlichkeitsarbeit betrieben, um die weitgehend unwissende Mehrheit der Besucher über die Probleme bei der Bienenhaltung zu informieren. Dabei ist die Halle 23a eine Besonderheit. Wir stehen hier auch für das BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft). Es war damit schon eine eigenwillige Mission. Wie sollte man erklären, dass ein Minister, der Schirmherr dieser Halle war, Glyphosat für die Landwirtschaft gutheißt. Es bleibt immer ein schlechtes Gefühl gepaart mit einer Vermutung, dass Politiker selten sachdienlich handeln; dafür aber von völlig unerklärlichen Beweggründen getragen werden.

So haben wir uns denn durchgewurstelt durch den reichhaltigen Themenkreis. Wir haben klar gemacht, dass das Bienensterben wenig in den Städten stattfindet. Das Problem der Varroa wurde dabei nicht kleingeredet. Wir haben die unterschiedlichen Bienendichten in Stadt und Land erklärt. So waren auch die Wirkungsweisen der unterschiedlichen Pestizide für manchen Besucher neu in dieser Ausprägung.

Eine wiederholt gute Positionierung war wieder Indiz für die Wichtigkeit unserer Themen und die Ernsthaftigkeit unseres Auftretens. Es war ein guter Stand mit einer immer wieder gern gesehenen repräsentativen Ausstattung. Wir sollten das beibehalten, wenn man uns lässt. Wohl nirgends auf der Messe wird sonst ein so breites Angebot an Antworten für einen riesigen Fragenkatalog angeboten.

Dass Frau Heimbach als Ausstellungschefin des BMEL uns in diesem Jahr ein letztes Mal begleitet, weil sie nunmehr außerhalb der politischen Felder etwas für die Seele tun will, muss man bedauern. Die vielen inhaltlichen – auch ein wenig die formalen – Auseinandersetzungen waren immer sportlich geprägt. Allein das wird fehlen. Aber so ist das im Leben, wenn man denn doch loslassen kann. Sie soll es vom Sommer an besser haben und sich doch immer wieder gerne an unserer Zusammenarbeit auf der Sonderschau in der Halle 23 a erinnern.

Die Organisation des Standes ist in der Zwischenzeit Routine, die Betreuung aber ist immer wieder eine große Herausforderung. Unseren vielen Mitarbeitern und auch denen der FU möchte ich bei dieser Gelegenheit herzlichen Dank sagen.

Reinhardt Löwe
07.02.2018