Vereinschronik

1921

In Zehlendorf fand eine erste Vereinsgründung der Imker gegen Ende des Ersten Weltkrieges statt. Aus dem mitgliederstarken Teltower Imkerverein hervorgegangen, konstituierte sich 1921 ein zunächst kleiner Verein im einstigen Zehlendorfer Burg-Café. Im Jahre 1932 hatte er 29 Mitglieder und insgesamt 310 Bienenvölker.

1934

Einen entscheidenden Aufschwung bewirkte Professor Ludwig Armbruster – damals Leiter des Institutes für Bienenkunde in Dahlem -, so dass 1934 schließlich 407 Bienenvölker von nun 43 Mitgliedern betreut wurden.

1936

Ein reges Vereinsleben zeigte u. a. erfreuliche Selbsthilfemaßnahmen wie im Jahre 1936 die Pflanzung von 2000 Robinienstecklingen und 1000 Schnurbaumstecklingen. Damit entstanden im Bereich des Zehlendorfer Bahngeländes und anderen Ödlandflächen ertragreiche Bienenweiden.

Dann begann der Zweite Weltkrieg und die Imker aller Berliner Stadtteile wurden zwangsorganisiert. Den zur Fütterung der Bienen notwendigen Zucker erhielt der Imker nur, wenn er jährlich pro Volk sechs Pfund Honig ablieferte. Auf Verwendung dieses zugeteilten Zuckers für andere Zwecke standen härteste Strafen.

1947

Ab Februar 1946 fanden wieder Versammlungen statt, Protokolle liegen aber erst ab September 1948 vor. Beim Antrag auf Neuzulassung im August 1947 hatte der Verein 133 Mitglieder mit 691 Völkern.

1948

1948 war ein gutes Honigjahr mit einer jedoch düsteren Zukunftsperspektive: in der Stadt wurden viele Bäume gefällt, darunter auch zahlreiche Linden und Robinien. Der Anschluss an den VDgB der Ostzone wird abgelehnt. Es gibt wieder Anfängerkurse. Nach der Währungsreform kostet der Honig 3 DM pro Pfund.

1960

Ab 1960 finden die Versammlungen wieder im Ratskeller in Zehlendorf statt. Die Mitgliederzahlen gehen zurück. Der DIB verleiht dem Verein für besondere Leistung das Zeidlermännchen. Ab 1961 ist Dr. Klaus Luther der erste Vorsitzende.

1971

Der Verein feiert sein 50 Jährige Jubiläum.

1989

Der Fall der Berliner Mauer. Dazu ein Auszug aus dem Versammlungsprotokoll vom 11.12.1989:
„Der Vorsitzende, Dr. Luther berichtet, er sei an diesem Morgen um 8 Uhr bei der Eröffnung des Überganges nach Kleinmachnow an der Benschallee vor Ort gewesen. Ohne jegliche Kontrolle sei er „rübergegangen“ und durch Kleinmachnow spaziert. Als er nach einem Imker gefragt habe, sei er zum Haus von Prof. Nitschmann gewiesen worden. Dort habe er die Frau des Mit-Herausgebers des großen Bienenlexikons angetroffen und habe eine Einladung zur abendlichen Versammlung ausgesprochen. Dieser Einladung war Herr Prof. Nitschmann gefolgt und wurde von den Anwesenden herzlich begrüßt.“ An diesem Abend wurde noch lange „Gefachsimpelt“ und man tauschte Erfahrungen über die Varroa-Milbe aus.
Die Kontakte zu den ehemals unerreichbaren Nachbarn und Imkern werden von beiden Seiten aufgenommen und verstärken sich bis zum heutigen Tage stetig.

2004

Ab April 2004 findet die monatliche Sitzung in den Räumen des Instituts für Zoologie der FU in der Königin-Luise Str. 1-3 statt. Wie schon seit vielen Jahren trifft man sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19 Uhr und bespricht die aktuellen Themen. Der angegliederte Bienengarten verstärkt den Praxisbezug des Gedankenaustausches erheblich.

2006

Im Rundbrief 2/2006 ruft der damalige Vorsitzende Stephan Boerger den Verein zu verstärktem Engagement bei der Ausbildung von Neuimkern auf. Dies hatte zur Folge, dass bereits im folgenden Jahr 15 Neuimker von Imkerpaten betreut werden.

2007

Dr. Benedikt Polaczek wird zum 1. Vorsitzenden gewählt

2008

Im Juli 2008 findet-vom Verein initiiert-eine erste Informationsreise statt. Von Peter Schömbs hervorragend organisiert, treffen wir Imker in Weimar, besuchen das Bienenmuseum und erleben Naumburg.

2009

Die Informationsreisen werden zum Bestandteil der Weiterbildung. Dr. Polaczek organisiert für den Zehlendorfer Imkerverein eine Fahrt nach Schlesien in Polen. Der Gedankenaustausch mit unseren Nachbarn war mehr als erfreulich. Daraus entwickelt sich eine für beide Seiten erquickliche und herzliche Beziehung.

2010

In diesem Jahr führte die Reise zu Imkern und imkerlichen Institutionen in Celle und in den norddeutschen Raum, wie auch die Lüneburger Heide.

2011

Plau am See In Mecklenburg-Vorpommern war das von Ziel der Reise, die diesmal von Tanja Wortmann gut geplant wurde. Die endete bei der Schau-Imkerei Neumann. Das Interesse an diesen Veranstaltungen ist so ungebrochen, dass sich hier eine wichtige Tradition zu entwickeln scheint.

Heute trägt auch die enge Kooperation unseres Vereins mit dem Zoologischen Institut der FU Berlin, (NatLab – Naturwissenschaftliches Labor) zum erfreulichen Anstieg der Imkerzahl in Berlin und im Umland bei. Die Einführungsveranstaltungen für Neuimker finden in den Räumen der FU-Berlin statt.
Allein der Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. ist von 47 Mitgliedern im Jahr 2006 auf heute 100 Mitglieder angewachsen; und es werden von unseren Vereinsmitgliedern rd. 430 Bienenvölker betreut.

Vorstand:
1. Vorsitzender: Dr. Benedikt Polaczek 
2. Vorsitzender: Peter Schömbs / Detlef Krause (ab 2012)
Schatzmeister: Bernd Mellentin
Schriftführerin: Sabine Romroth

2012
Der Verein verlegt wegen der steigenden Mitgliederzahlen seinen monatlichen Versammlungsort in die FU-Berlin in der Fabekstr. 34-36 in Berlin-Dahlem.
Ab Oktober 2012 wird eine neue Internet-Domain für den Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. ins Netz gestellt.
Wroklaw (ehem. Breslau) war für 60 Bienenfreunde das Ziel einer wunderbaren und gut organisierten Fahrt.
Die Mitgliederzahl steigt bis zum Dezember auf 115 bei 554 betreuten Bienenvölkern.

2013
In der Jahreshauptversammlung am 13.Januar wird der gesamte Vorstand für eine neue Amtszeit bestätigt.